Wie Produktinformationen unser Leben verändern

Handel ohne Produktdaten? Unmöglich.
Die Erwartungen von Konsumenten steigen mit jedem gebotenen Zusatznutzen und mit jeder Weiterentwicklung.

 

 

PIM-Hintergrundwissen

Mit Produktinformationen ist es wie mit der Werbung: Sie umgeben uns immer und überall. Völlig unbewusst nehmen wir sie wahr. Oder völlig selbstverständlich. Der Preis an der Tankstelle, Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln, die Pflegeanleitung der neuen Sportschuhe. Fehlen sie, fordern wir sie ein: „Was ist denn in diesem Brötchen?“, „Kann ich diese Schuhe auch für einen Klettersteig benutzen?“. Und genau hier liegt die Krux für den Verkäufer: Kunden möchten Informationen nicht aktiv einfordern müssen.

Unser Kaufverhalten hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert – und wird sich auch weiterhin entwickeln. Das Internet brachte eine ungeahnte Transparenz: Sortimente, Preise, Verfügbarkeiten und Lieferzeiten sind per Mausklick vergleichbar. User generated content und Bewertungen anderer Käufer haben einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung – gefördert durch den grenzenlos erscheinenden Mitteilungswillen in sozialen Netzwerken. Die Verbreitung von Smartphones schien dem lokalen Handel schließlich den Todesstoß zu versetzen: Informationen sind nun immer und überall verfügbar. Die Beratung vor Ort findet ihren Abschluss im Onlinekauf – beim günstigsten Händler, versteht sich. Die logische Folge: Viele Online-Shops setzen auf eine reine Preis-Strategie.

Aber wir Konsumenten gehen noch einen Schritt weiter: Die Beratungshoheit überlassen wir nicht dem Personal im Fachgeschäft. Vor dem Kauf informieren wir uns ausführlich zu all unseren Fragen – bequem von zuhause aus, unabhängig von Laden-Öffnungszeiten. Spezialisierte Nischenanbieter und der Fachhandel stehen vor der Herausforderung ihre Kompetenz nutzenbringend in den Online-Handel zu übertragen.

Das heißt, schafft es ein Händler nicht, im passenden Moment die gewünschten Informationen zu bieten, wird er gegen seinen Mitbewerber verlieren und sein Produkt nicht verkaufen. Dabei wachsen unsere Ansprüche an Informationen mit dem Angebot: Ausführliche Produktdaten und emotionale Marketingtexte schaffen Vertrauen und beeinflussen die Kaufentscheidung positiv. Das ist Händlern, Herstellern und auch Suchmaschinen längst bekannt. Die Folge: Das Angebot an Informationen steigt – mit ihm unsere Erwartungen. Denn was wir einmal hatten und gut fanden, wollen wir wieder. Hochwertige Bilder mit 360°-Ansicht, Zoom-Funktion, Fotos des Produkts im Einsatz, Ansicht in der ausgewählten Farbe, zielgruppenspezifische Texte, Produktbewertungen. Alles nicht mehr neu – und deshalb von Konsumenten bereits als Basisinformation erwartet. Händler sind kontinuierlich auf der Suche nach zusätzlichen Mehrwerten, die sie ihren Kunden bieten und mit denen sie sich vom Wettbewerb differenzieren können. Ein Teufelskreis nach oben.

Mehrwertangebote

Online-Marktplätze wie Amazon bringen eine zusätzliche Herausforderung: ein schier grenzenloses Sortiment. Wir als Kunden bringen kein Verständnis mehr für eingeschränkte Sortimente auf. Wenn etwas nicht vorhanden ist, suchen wir kein Alternativprodukt beim Händler, sondern einen anderen Händler.

Wir lassen uns nicht mehr einschränken in unserem Konsumverhalten. Verkaufskanäle werden parallel genutzt und im Verlauf der Customer Journey beliebig vernetzt. Ob Informationssuche oder Kauf, wir nutzen die Möglichkeiten. Onlineshop, Webportal, lokales Ladengeschäft, mobile Apps, Kataloge – die Anzahl der Kanäle wird weiter zunehmen.

Für Unternehmen, Händler wie Hersteller, sind daher Mehrkanal-Strategien wesentlich für den Geschäftserfolg. Doch Omnichannel Commerce stellt auch neue Anforderungen an das Produktinformationsmanagement, kurz PIM. Daran wie Unternehmen Produktinformationen beschaffen, verwalten, aufbereiten und verteilen. Das Produktinformationsmanagement als Teil einer Differenzierungsstrategie bietet vielfältige Potentiale und Möglichkeiten.

 

 

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